Neue Drohnengesetze in Großbritannien

Am 30. Juli hat das Vereinigte Königreich neue Gesetze erlassen, die das Fliegen von Drohnen in mehr als 120 m Höhe sowie innerhalb einem Kilometer Radius um einen Flughafen und Flugfelder verbietet.

Foto von Igor Starkov

Die Anpassung kommt nicht überraschend: Grossbritannien sieht sich mit jährlich steigenden Zahlen von Zwischenfällen zwischen Drohnen und Flugzeugen konfrontiert. Im Mai 2018 näherte sich eine Drohne bis auf sechs Metern einem Flugzeug, das vom Flughafen Luton gestartet war. Allein im Jahr 2017 wurden 93 Vorfälle gemeldet.

Weitere Vorschriften werden in 2019 folgen: Die britische Zivilluftfahrtbehörde (CAA) wird eine Drohnenregistrierungsdatenbank einrichten und Drohnen mit einem Gewicht von mehr als 250 g müssen registriert werden.

Von dieser Regelung sind die meisten Consumer-Drohnen mit Kamera betroffen, darunter der DJI Mavic Pro (734 g), die neuen Parrot Anafi (320 g) und sogar der kleine DJI Spark (300 g). Nur wenige Mini-Drohnen wie die Ryze Tello sind leicht genug, um nicht unter die Registrierungsgrenze zu fallen. Die Drohnenbesitzer haben jedoch bis zum 30. November 2019 Zeit, sich in das CAA-Register einzutragen.

Darüber hinaus wird die CAA Online-Test bzw. Zertifizierung für Drohnenpiloten einführen, die am 30. November 2019 in Kraft treten. Besitzer von Drohnen über 250 g, die sich nicht bei der CAA anmelden oder den Sicherheitstest absolvieren, können mit einer Geldstrafe von bis zu 1.000 £ oder Gefängnisstrafen belegt werden.

Die neuen Gesetze betreffen natürlich auch alle Feriengäste, die ihre Drohne mit nach GB nehmen wollen. Alle neuen Regeln und Richtlinien findet ihr online auf der Seite Dronecode der CAA.

 

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