Die 5 besten Videobearbeitungsprogramme für Drohnenpiloten

Bei einem erfolgreichen Flugtag kommt in der Regel einiges zusammen an Videomaterial – vor allem wenn ihr mit Ersatzakkus und einer grossen Speicherkarte unterwegs seid. Mich erreichen immer wieder Fragen, welche Software empfehlenswert ist für das Schneiden und Editieren von Drohnenvideos. Genau darum soll es in diesem Blogpost gehen: Ich werde euch meine Empfehlungen für die besten Videobearbeitungsprogramme vorstellen, die Vor- und Nachteile der einzelnen Programme und die Preise vorstellen. Soviel vorweg: es ist für jeden etwas dabei, egal ob Anfänger oder Profi, Sparfuchs oder Premiumnutzer.

1. Adobe Premier Elements 2020

Plattform: Windows und Mac | Features: Geführte Schnitte; 4K Support | Kostenlose Testversion: Ja | Geeignet für: Einsteiger

Adobe Premiere Elements 2020 ist meine Empfehlung für Einsteiger, die sich möglichst schnell und intuitiv zurecht finden wollen, ohne stundenlang Anleitungen lesen zu müssen. Ihr müsst hier zwar auf einige Profi-Features wie z. B. 360-Grad-Videoediting und Multicam-Schnittfunktionen verzichten, dafür ist Premier Elements deutlich einfacher zu erlernen und simpler in der Handhabung. Trotzdem sind alle grundlegenden Funktionen für Videobearbeitung enthalten, darunter jetzt auch die Unterstützung von 4K-Auflösung und stabilisiertes Video. In der neusten Version von 2020 hat Adobe künstliche Intelligenz eingebaut, die Einsteiger mit “Guided Edits” durch den Bearbeitungsprozess führt und dem oftmals mühsamen Einstieg in neue Software den Schrecken nimmt.

2. Adobe Premiere Pro

Plattform: Windows und Mac | Features: Multi-Cam-Bearbeitung; 3D-Editing | Kostenlose Testversion: Ja | Geeignet für: Profis und Windows-Benutzer

Adobe Premiere Pro ist das richtige Tool für Profis und solche, die es werden wollen. Premiere Pro ist eine der bekanntesten und vielseitig einsetzbare Editiersoftware, die auch von einer Vielzahl kreativer Profis verwendet wird. Es bietet einen extrem umfangreichen Funktionsumfang, der auch anspruchsvolle Benutzer zufrieden stellt, inklusive Multi-Cam-Bearbeitung, Automatisches Skalieren von Videos, Unterstützung nativer Formate, einfachen Proxy-Workflows und vieles mehr. Besonders für Windows-Benutzer ist es eine der besten professionellen Video-Editing-Tools. Mac User haben mit dem grössten und direkten Konkurrenten von Premiere Pro, Apple Final Cut Pro, eine Alternative, letztendlich ist es aber Geschmacksache, welchem Programm den Vorzug zu geben ist.

3. CyberLink Powerdirector 18

Plattform: Windows | Features: Multicam-Editing für 4 Kameras | Kostenlose Testversion: Nein, aber 30 Tage Geld-zurück-Garantie | Geeignet für: Einsteiger und Fortgeschrittene

CyberLink PowerDirector bietet für Windows-Benutzer fortschrittliche Videobearbeitungsfunktionen in einem benutzerfreundlichen Paket. Die 2020 Version hat eine moderne, anpassbare Benutzeroberfläche und bietet die Möglichkeit, Videos für Social Media direkt im 1:1-Verhältnis zu bearbeiten und exportieren. Zudem gibt es Unterstützung für alle gängigen Edits, wie Verzerrungen, Farbverfälschungen und verwackelte Aufnahmen korrigieren, Stop-Motion-Effekte und Slow Motion einbauen, etc.
CyberLink bietet zwei Versionen an: PowerDirector Ultra und die nur wenig teurere Version PowerDirector Ultimate. Einige sehr nützliche Funktionen (4K-Videobearbeitung, Audio-Scrubbing, Bibliotheksvorschau) sind nur für die Ultimate-Version verfügbar, daher solltet ihr gleich diese Version wählen.

4. Shotcut

Plattform: Windows, Mac, Linux | Features: Zeitleiste; geteilter Bildschirm | Gratis-Software (Open Source) | Geeignet für: Einsteiger und Amateure

Shotcut ist eine kostenlose Open Source Software mit einer modernen Benutzeroberfläche mit einer Zeitleiste für einfachen Video-Schnitt, sowie einer großen Auswahl an Video- und Audio-Filtereffekten. Shotcut ist eine sehr gute Wahl für Einsteiger und Amateure. Die Benutzung ist zwar nicht ganz so intuitiv gestaltet wie bei zum Beispiel iMovie, aber dafür gibt es zahlreiche Anleitungen und Video-Tutorials im Internet, die die Einarbeitung erleichtern. Profis werden allerdings 360-Grad VR Editing, Multicam Unterstützung oder eine Motion Tracking-Funktion vermissen. Ein weiterer Schwachpunkt ist die Preview-Funktion, die – zumindest bei meinem Test – nicht ganz so flüssig abspulte. Im Videoexport sind die Sprünge aber nicht vorhanden. Davon abgesehen ist Shotcut eine wirklich gelungene Lösung, die auch mit bezahlter Software gut mithalten kann.

5. DaVinci Resolve

Plattform: Windows, Mac, Linux | Features: professionelle Farbkorrektur; visuelle Effekte | Gratis-Software | Geeignet für: Einsteiger und Profis

DaVinci Resolve ist noch immer ein kleiner Geheimtipp, obwohl die Software nun schon einige Jahre auf dem Markt ist. DaVinci Resolve enthält dabei alle wichtigen Funktionen, die man für den hobby- und sogar professionellen Videoschnitt benötigt. Im Vergleich zu anderen Schnittprogrammen folgt DaVinci einer etwas anderen Struktur mit Tabs durch die jeweiligen Arbeitsschritten, durch die man sich theoretisch von links nach rechts durcharbeiten kann. Die Basics der Videobearbeitung sind relativ schnell und intuitiv zu verstehen, für die fortgeschritteneren Task benötigt man bei DaVinci aber sicher durch einige Besonderheiten eine etwas längere Einarbeitung als bei der Konkurrenz von Adobe (Das Handbuch für DaVinci hat 3.000 Seiten). Dafür ist es in der Grundversion komplett kostenlos. Die Kaufversion “Studio” lohnt sich in meinen Augen wirklich erst für Unternehmen mit mehreren Mitarbeitern.

Fazit:

Wer kein Geld investieren möchte, hat mit DaVinci Resolve und Shotcut zwei gute Optionen für Video-Cuts, muss aber bereit sein, sich etwas intensiver einzuarbeiten. Der Platzhirsch Adobe hat mit Premiere Elements eine sehr bequeme Lösung für Einsteiger, bietet aber gleichzeitig mit Premiere Pro gleichzeitig eines der umfangreichsten und beliebtesten Tools für Profis an. Die Adobe Software könnt ihr bequem im Abo mieten und auch kostenlos testen. Wer es vorzieht, Software einmalig zu erwerben statt zu mieten, wird bei CyberLink PowerDirector fündig.

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