Die besten Kamera-Settings für die DJI Mavic Air

Wer diesen Blog regelmäßig liest, kennt meine Begeisterung für die DJI Mavic Air. Natürlich gibt es noch bessere Kameradrohnen. Die Mavic Air liefert für mich aber eine der besten Kompromisse zwischen Größe, Kameraqualität und Preis.

Aus der kleinen Kamera lässt sich zudem mit den richtigen Einstellung noch ein bisschen mehr heraus holen: Hier findet ihr die wichtigsten Parameter erklärt und meine Tipps, welche Einstellungen ihr anpassen solltet.

Die handliche DJI Mavic Air. Foto von Mael Balland.

Videoformat und -größe

Euch stehen zwei Videoformate zur Auswahl: MOV und MP4. Das Dateiformat MOV wurde ursprünglich von Apple entwickelt.
Das Alternativformat MP4 ist noch weiter verbreitet und wird von praktisch jedem Player unterstützt. Welches Format ihr wählt ist reine Geschmacksache: Die Bildqualität von MOV und MP4 sind gleich.

Wichtiger dagegen ist die Videogröße. Natürlich macht es Sinn, den Bildsensor maximal auszunutzen, um eine bestmögliche Qualität zu erreichen. Allerdings wächst die Dateigröße entsprechend an, und das Editieren eines 4k-Videos erfordert leistungsfähige Hardware oder viel Geduld. Wer sein Video letztendlich nur auf dem Handy anschauen will oder bei Facebook hochladen, braucht nicht wirklich in 4K aufzunehmen…

Wer aber Wert auf möglichst gute Qualität setzt, ist 4k bei 25fps (frames per second / Bilder pro Sekunde) gut beraten. Mit dem diesem Wert lässt sich zudem die Verschlusszeit mit ND-Filter leichter berechnen.

Farbeinstellung (Color)

Bei der Mavic Air habt ihr nur nur zwei Optionen: Normal und D-Cinelike. Um es kurz zu machen: Wählt D-Cinelike, damit erhaltet ihr mehr Farbdynamik und habt bei der Nachbearbeitung des Materials mehr Spielraum.

Styles

Wie bei den Kompaktkameras bietet auch die Mavic Air diverse Fotostyle an, die die üblichen Ausnahmesituationen wie Landschaftsaufnahmen etc. abdecken sollen. Letztendlich sind das aber nur Presets der Settings, Schärfe und Kontrast. Meistens könnt ihr mit individuellen Settings bessere Ergebnisse erreichen. Ich empfehle als Grundeinstellung

  • Sättigung: -1
  • Schärfe: 0
  • Kontrast: 0

Die Parameter stärker nach oben zu drehen, bringt meistens keine guten Bilder aus der Kamera. Solltet ihr vorhaben, das Material selber nachzubearbeiten, empfiehlt es sich sogar, Kontrast und Schärfe noch weiter zurück zu nehmen und z.B auf -2 zu setzen.

Weissabgleich (White Balance)

DJI bietet auch hier diverse Presets je nach Lichtsituation an. Die Kamera erkennt die Situationen nie so zuverlässig wie ihr es könnt: also unbedingt ein passendes Preset wie zum Beispiel “wolkig” oder “Kunstlicht” wählen. Ihr könnt auch eure eigenen Settings speichern. Auf keinen Fall solltet ihr “Automatik” wählen, wenn wir Videos aufnehmt: Sonst wechselt unter Umständen der Weissabgleich während der Aufnahme, was im Video zu unschönen Farbwechseln führt.

Weissabgleich-Einstellungen in der DJI Go App.

Verschlusszeit (Shutter Speed)

Und der wahrscheinlich wichtigste Wert beim Fotografieren: die Verschlusszeit regelt, wieviel Licht auf den Lichtsensor fällt. Als vereinfachte Grundregel solltet ihr das Doppelte der Bildrate (fps) auswählen, bei 25 fps als 1/50s. Im Sonnenlicht ist das aber meistens noch viel zuviel Licht und eure Aufnahmen würden mit der Einstellung überbelichtet. Genau deswegen gibt es ND-Filter: Diese werden je nach Lichtsituation vor die Linse geschraubt und reduzieren die Lichtmenge, so dass die ideale Verschlusszeit gewählt werden kann. Sobald ihr also mit individuellen Settings bei der Kamera arbeitet, gehört ein Set an ND-Filtern unbedingt in eure Tasche. Sie kosten nicht viel, sind aber unglaublich wertvoll, um das beste aus der Mavic Air zu holen.

Zusammenfassung

Individuelle Settings in der DJI Go App lohnen sich bei der DJI Mavic Air auf jeden Fall. Idealerweise spielt ihr selber ein bisschen mot den Werten her, bis euch die Bilde gefallen. Meine Empfehlung:

  • 4k bei 25fps
  • Farbprofil D-Cinelike
  • Schärfe: 0, Sättigung -1 und Kontrast 0
  • beim Weissabgleich das passendste Preset wählen
  • die Verschlusszeit bei 25 fps auf 1/50s setzen und ND-Filter auswählen

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