Die besten kompakten Kameradrohnen

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Seit dem Erscheinen dieses Artikels in 2017 hat sich einiges getan, daher wird es Zeit für ein komplettes Update zum Thema kompakter Kameradrohnen. Vor eineinhalb Jahren ging sogar ein  DJI Mavic Pro, das erste klappbare Model von DJI mit 738 g, als kompakte Drohne durch. Mittlerweile sind jedoch zahlreiche neue Modelle auf den Markt gekommen, die kompakter und leichter als der Mavic Pro sind.

Erste Wahl: DJI Mavic Air

Das Premium-Model bei den Kompakten ist aus meiner Sicht der DJI Mavic Air. Wie der Name schon vermuten lässt, ist der Mavic Air die kleinere und leichtere Version des DJI Mavic Pro. Der Multicopter wiegt nur 430 g und ist zusammengeklappt nicht viel größer ist als ein großes Smartphone. Trotz dem geringen Gewicht bleibt der Mavic Air bis zu 21 Minuten in der Luft, was durchaus ein guter Wert ist – ein stärkerer Akku wäre auch deutlich schwerer.

Die 4K-Kamera hat einen 1/2,3 Zoll Sensor mit einer Lichtstärke von F2.8 und einer Brennweite von 24mm. Die Kamera ist auf einem 3-Achsen-Gimbal montiert, ermöglicht 4K Aufnahmen bei 30 fps oder kann bei 1080p mit bis zu 120 fps aufnehmen. Die maximale Bitrate der Videos beträgt 100 Mbit/s. Die Bildqualität des Mavic Air ist damit sehr ordentlich und sichtbar besser, als die bei den günstigeren Modellen, die ich in diesem Artikel noch vorstelle. Wer mit dieser Kamera nicht zufrieden ist, muss bei den neuen DJI Mavic 2 Modellen zugreifen, die allerdings deutlich größer, schwerer und auch teurer sind.

Neben der sehr guten Kamera bietet die Mavic Air zudem ein vollwertiges Anti-Kolissionssystem mit einem dualen Kamerasystem, dass auch die Umgebung nach vorne und nach hinten scannt, um Kollisionen zu verhindern. Das ist wirklich nützlich, weil man mit einer Kameradrohne durchaus auch mal rückwärts fliegt.

Der Mavic Air ist in den Farben Weiss, Schwarz und Rot erhältlich. Der Preis online beträgt aktuell 750 € (Listenpreis 849 €). Es gibt auch wieder ein Fly More Combo Paket mit zwei Ersatzakkus, Ladestation und Tasche.

Empfehlung 2: DJI Spark

Es gibt deutlich günstigere Multicopter mit kompakter Bauweise, die allerdings Abstriche bei der Kamera und Flugsteuerung erfordern. Wer nicht bereit ist, 600 bis 700 € auszugeben, sollte sich das Modell DJI Spark ansehen. Der nur 300 g leichte Multicopter bietet schon Features wie Antikolissionssystem und Gestensteuerung. Leider kann der Spark nicht nicht zusammengeklappt werden, was ihn trotz ähnlicher Abmessung etwas weniger handlich macht als den Mavic Air. Auch bei der Kamera muss man gegenüber dem Mavic Air ein paar Abstriche hinnehmen, allerdings kostet der Spark auch deutlich weniger: Der Strassenpreis ist mittlerweile auf ca 400 € gesunken.

Empfehlung 3: Yuneec Mantis Q oder Parrot Anafi

Yuneec hat im Sommer 2018 endlich den Nachfolger für ihr knubbeliges, aber mittlerweile etwas veraltetes Modell Yuneec Breeze (übrigens immer noch erhältlich und eine sehr günstige Einsteigerdrohne) auf den Markt gebracht: Die Yuneec Mantis Q ist die erste klappbare Drohne von Yuneec, hat ein kompaktes Design (168 x 96 x 58 mm) und wiegt weniger als 500 g. Trotzdem bietet sie eine sehr gute Flugzeit von max. 33 Minuten. Es gibt zahlreiche Intelligente Flugmodi wie Autoland, Return Home und es kann auch ein Geo Fence gesetzt werden. Die Kamera  liefert 4K Videoauflösung und ist bis zu 1080p – leider nur – elektronisch stabilisiert. Ein mechanisches Gimbal wie bei den DJI Modellen fehlt leider – laut Yuneec eine bewusste Entscheidung, weil ein mechanisches Gimbal unterwegs im Rucksack auch anfälliger für Beschädigungen wäre. Nun ja – immerhin ist die Mantis Qs günstiger als ihr Konkurrent Mavic Air: aktuell ist sie für schon unter 500 € erhältlich.

In einem ähnlichen Preisbereich bewegt sich auch das neue Modell Anafi vom französischen Hersteller Parrot. Die Kameradrohne hat zwar ein etwas ungewöhnliches, längliches Design (böse Stimmen sagen dazu hässlich) aber wiegt nur 320 g, hat ein richtiges 3-Achsen Gimbal und eine wirklich gute 21 MP Kamera, die es mit einem Mavic Air aufnehmen kann. Zudem fliegt die Anafi deutlich leiser und mit einem angenehmeren Geräusch als ihre Konkurrenz. Warum reicht es dennoch nur für Platz 3? Im Gegensatz zu den DJI Modellen müsst ihr hier auf gängige Sensortechnologie zur Kollisionsvermeidung verzichte, die selbst schon der günstigere Spark bietet. Wer darauf aber verzichten kann, bekommt mit der Anafi die bessere Kamera.

Empfehlung 4: Ryze Tello

Nochmal eine ganz andere Nummer in Sachen Kompaktheit ist die Mini-Drohne DJI Ryze Tello. Mit einem Gewicht von nur 80 Gramm ist Tello eine richtige Mini-Drohne. Die kleine Drohne kann bis zu 13 min fliegen, kommt mit einer 5 MP Kamera und beinhaltet jede Menge Technik, verschiedene automatisierte Flugmodi und Hindernisserkennung wie die viel teureren Modelle von DJI. Die Drohne hat zwar keine GPS-Stabilisierung, aber Kamerasensoren, mit der Hindernisse erkannt und Kollisionen verhindert werden.

DJI Spark (links) und Ryze Tello (rechts)

An dem sehr kleinen Körper sitzen die nicht einklappbaren Ausleger mit verhältnismäßig grossen Propellern. Tello kommt mit einer 5 MP Kamera und kann Videos mit 720p und 30 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Natürlich muss die Bildqualität in Relation des Preises gesehen werden: An die Aufnahmen einer Mavic Air kommen sie ganz klar nicht heran. Auch der DJI Spark macht bessere Aufnahmen. Aber verglichen mit den aktuellen Mini-Drohnen bis max. 100€ hat Tello eine deutlich bessere Bildqualität zu bieten und ist für Schnappschüsse gut zu gebrauchen.

Updated: 14. September 2018

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