Fotos und Videos von der Drohne auf den PC übertragen

Nach jedem erfolgreichen Abschluss eines Flugtages müssen die Fotos und Videos zur Weiterbearbeitung auf den Computer übertragen werden – natürlich möglichst bequem und schnell. Während viele Digitalkameras längst Übertragung per WLAN anbieten ist dies (zumindest bisher) noch kein Standard bei Kameradrohnen.

Warum überhaupt Videos und Bilder transferieren

Die SanDisk Extreme Plus 32 GB ist eine der beliebtesten Karten für Kameradrohnen.

Bei den meisten Drohnenmodellen – wie beispielsweise von DJI – werden die von der Drohne aufgenommene Photos und Videos gar nicht oder nur in reduzierter Auflösung auf dem Smartphone gespeichert. Besonders bei 4K Videos fallen sehr grosse Datenmengen an, die stattdessen auf der in der Drohne eingelegten Speicherkarte abgelegt werden. Um die Aufnahmen in voller Auflösung zu erhalten, muss also die Speicherkarte abgelesen werden. Der Sound wird übrigens meistens nur noch in den Aufnahmen mit reduzierter Auflösung auf dem Smartphone abgelegt, nicht aber auf der Speicherkarte. Im Normalfall ist das völlig unwichtig, weil die Videos einer Drohne oft voller störender Windgeräusche sind. Sollten die Audioaufnahmen aber doch gebraucht werden, kann man diese mit gängiger Videoeditiersoftware mit den hochauflösenden Bildaufnahmen synchronisieren. Der Mavic Air ist übrigens die erste Drohne von DJI, die einen eingebauten Speicher von 8 GB enthält und ihr in der App auswählt, wohin die Aufnahmen gespeichert werden. Bei fast allen anderen gängigen Kameradrohnen könnt ihr dagegen davon ausgehen, dass die Aufnahmen auf der Speicherkarte in der Drohne landen.

Fotos und Videos auf das Smartphone übertragen?

Und wer mit dem Gedanken spielt, die Videos gar nicht erst auf den PC, sondern nur auf das Smartphone zu übertragen und zu bearbeiten: Das ist keine gute Idee! Auf dem Smartphone seht ihr nur eine Art “Vorschau” der Videos mit max. 720p. 4K Aufnahmen lassen sich mit der App nicht auf das Handy übertragen, zudem wäre die Datenmenge zu gross für die Bearbeitung. Bei den Fotos kommt es auf eure Ansprüche an: Die meisten Hersteller speichern eine Vorschau mit reduzierter Auflösung als JPG direkt in der “Camera Roll” auf dem Smartphone. Die Aufnahmen könnt ihr dann direkt vom Smartphone aus verschicken und sehen auf dem kleineren Screens meist ganz ok aus. Wer aber die Fotos in volle Auflösung speichern möchte, muss in der App entsprechend die Option  “Original speichern” auswählen. Möglich ist das aber nur für JPG, das Format DNG bekommt ihr nur direkt über die Speicherkarte. Wer seine Aufnahmen also in der besten Qualität möchte, kommt an der Übertragung auf den Computer nicht vorbei!

Direktes Anschliessen der Drohne per USB

Zum Auslesen der Speicherkarte kann man die eingeschaltene Drohne an den PC anschließen. Dazu muss der Multicopter über das mitgelieferte Kabel mit dem Computer verbunden, die Gimbalsicherung entfernt, die Drohne eingeschaltet und dann gewartet werden, bis die Drohne initialisiert und bereit ist. Die Speicherkarte wird dann meistens als “No_Name” angezeigt. Die Drohne verhält sich jetzt wie eine gewöhnliche Digitalkamera oder USB-Laufwerk und man kann die Dateien einfach in den jeweiligen Dateimanager kopieren.

Hin und wieder kommt bei dieser Übertragungsart aber zu Problemen, beispielsweise erkennt ein Mac manchmal die Drohne nicht immer als Speichermedium und zeigt keines an. Manchmal hilft es, den DJI Assistant 2 herunterzuladen (natürlich nur für DJI Multicopter) und für die Verbindung zu verwenden. Bei Windows-Computern funkt auch manchmal der Antiviren-Schutz dazwischen und muss vorübergehend deaktiviert werden, damit die Drohne als Datenträger verbunden wird.

Anschluss über einen USB Cardreader

Alternativ entnimmt man die Speicherkarte und verwendet ein Kartenlesegerät für den Transfer. USB-Kartenleser sind billig und bieten eine viel schnellere Übertragungsrate als beim direkten Anschliessen. Die Befürchtung, dass das Einsetzen und Entfernen der SD-Karte aus der Drohne der Karte schadet, kann ich bisher nicht bestätigen. Wichtig ist nur, dass man die Karte vorsichtig behandelt und ohne Gewalt einsetzt und entfernt.

Ein geeigneter Kartenleser sollte microSDHC/microSDXC auf USB und idealerweise USB 3.0 unterstützen, wie z.B. diese beiden:


Transcend TS-RDF5W Kartenlesegerät (SDHC/SDXC/MicroSDHC/microSDXC, USB 3.0) weiß


Transcend TS-RDF5K Kartenlesegerät (SDHC/SDXC/MicroSDHC/microSDXC, USB 3.0) schwarz

Am Ende das Speichermedium am PC wieder auswerfen und auf nicht vergessen, die Speicherkarte für den nächsten Flug wieder in die Drohne einzulegen!  Wenn ihr noch auf der Suche nach einer passenden (Ersatz-)Karte seit, dann schaut auch doch meine Artikel zu passenden Speicherkarten an: Welche Micro SD Speicherkarte für den DJI Spark & Mavic Pro?

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