DJI Spark vs. DJI Mavic Pro im direkten Vergleich

Ich habe vor einiger Zeit schon einen Vergleich (hier geht’s zum Artikel) zwischen den beiden neusten, kompakten Drohnenmodellen DJI Spark und Yuneec Breeze veröffentlicht. Beide wiegen weniger als 400 g und sind sehr handlich, so dass der Vergleich nahe liegt. Ich werde aber immer wieder gefragt, ob der Spark im Vergleich zum teureren DJI Mavic Pro “ausreicht” für Fotos. Grundsätzlich ist der Mavic doch noch etwas größer und schwerer, aber der Preis ist zuletzt etwas gesunken, was das Modell offensichtlich auch für preisbewusste Käufer interessanter macht. Hier ist also der direkte Vergleich zwischen dem Spark und dem Mavic Pro:

Grössenvergleich zwischen DJI Mavic Pro (links), Spark (Mitte) und Yuneec Breeze (rechts)

Gehäuse & Größe

Der Spark hat die Abmessungen 143×143×55 mm und ein Gewicht von 300 g, der Mavic ist mehr als doppelt so schwer mit 738 g und einer Größe von 83 Millimeter x 83 Millimeter x 198 Millimeter (eingeklappt). Der Vorteil sind genau diese einklappbaren Ausleger, was die Drohne besonders handlich für den Transport zum Beispiel in einem Rucksack macht. Der Spark kann nicht eingeklappt werden. Zusammen mit dem sehr empfehlenswerten Controller (über 300 g) liegt der Mavic aber schon über einem Kilo, einem Gewicht, bei dem viele beim Packen für eine längere Wanderung schon zurückschrecken. Es kommt also darauf an, ob man Gewicht oder Größe stärker gewichtet. Daher ein Unentschieden.

Spark: 1 – Mavic: 1

DJI Mavic Pro (links) neben dem Modell Spark

Flugzeit: 

Spark bietet bei besten Bedingungen eine Flugzeit von 16 min an. Der Mavic hat einen deutlichen größeren Akku und schafft maximal 27 min. Allerdings kann der Nachteil sehr einfach mit dem Kauf von zusätzlichen Akkus ausgeglichen werden. Eine Zwischenlandung, um den Akku zu wechseln, stört beim Fliegen als Hobbyfotograf nicht sonderlich.

Spark: 0 – Mavic: 1

Video: 

Spark bietet “nur” 1080p Videoauflösung, der Mavic filmt auf Wunsch in 4K. Spark hat ein ordentliches 2-Achsen Gimbal, was die Videoaufnahmen deutlich stabilisiert und ausgleicht, aber der Mavic hat auch hier mit einem 3-Achsen-Gimbal die Nase vorn. Besonders bei Drehungen wirken die Aufnahmen des Mavics durch das bessere Gimbal “smoother”. Mit beiden Modellen kann man bei guten Lichtverhältnissen super Aufnahmen machen, der Unterschied wird erst bei schlechteren Lichtverhältnissen richtig sichtbar.

Spark: 0 – Mavic: 1

DJI Mavic Pro

Kamera:

Beide Modelle haben ein Kamera mit 12 Megapixel Auflösung, der Bildsensor misst 1/2.3″. Die Bildqualität hängt neben der Größe des Sensors aber auch vom Chip für die Bildverarbeitung ab, der sich bei den beiden Drohnen unterscheidet. Ein weiterer für Fotografen wichtiger Punkt: Der Mavic kann auch im RAW Format aufnehmen, was mehr Flexibilität für die Nachbearbeitung lässt. Die Mavic Kamera kann um 90 Grad gedreht werden, was vertikale Selfies und Videos ermöglicht. Die Aufnahmen der Sparks sehen auch unbearbeitet ganz gut aus (bzw. werden kamera-intern schon stärker bearbeitet). Einem Hobbyfotografen, der seine erste Kamera-Drohne kauft, wurde ich dennoch klar zum Mavic raten.

Spark: 0 – Mavic: 1

Anti-Kollisionssystem

In beiden Multicoptern sind Sensoren verbaut, um Hindernisse vor der Drohne wahrzunehmen und eine Kollision zu vermeiden. Beim Mavic funktioniert das System bis zu einer Fluggeschwindigkeit von circa 35 km/h. Im Spark kommt ein neues 3D-Sense & Avoid System zum Einsatz, das allerdings nur bei reduzierter Fluggeschwindigkeit bis zu circa 10 km/h funktioniert. Dafür funktioniert es auch indoor erstaunlich gut.

Spark: 1 – Mavic: 1

DJI Spark

Steuerung

Beide Multicopter werden über die DJI Go App auf dem Smartphone gesteuert. Für den Spark gibt es zudem die Gestensteuerung, bei der mit bestimmten Arm/Handbewegungen Richtungsänderungen signalisiert werden können oder Aufnahmen ausgelöst werden können. Das funktioniert zwar recht gut, empfand ich aber eher als ein Gag bei Gruppenfotos und wird zumindest für mich nicht bevorzugte Art, die Drohne zu steuern. Es gibt aber sowohl für den Spark als auch dem Mavic die Option, einen Controller auf das Smartphone zustecken, was eine erheblich bequemere und präzisere Steuerung mit Joysticks erlaubt. Mit dem Zubehör-Paket (Fly-More-Combo) bewegt sich der Preis des Sparks allerdings schnell Richtung 650 €, beim Mavic ist der Controller schon im Standardpaket für ca 930 € dabei.

Spark: 1 – Mavic: 1

Preis

DJI Spark kostet derzeit ab circa 455 €, mit dem empfehlenswerten Zubehör-Paket (Fly-More-Combo) 650 €. Der Preis des Mavic ist zuletzt unter die 1’000 € Grenze gefallen, aktuell kostet der Standardlieferumfang des Mavic Pro inklusive Controller 930 € und die Fly-More-Combo mit drei Akkus 1200 €.

Spark: 1 – Mavic: 0

Fazit:

Der Mavic liegt mit 6 zu 4 Punkten vor dem Spark! Grundsätzlich geht meine Empfehlung daher leicht zum Mavic Pro. Letztendlich bleibt es aber auch eine Preisfrage (neben dem Gewicht), ob man die gut 300 € Aufpreis bereit ist zu zahlen. Für gelegentliche, kurze Aufnahmen aus der Luft ist der DJI Spark eine sehr gute Wahl und auch das Fliegen macht Spaß. Der Controller macht den Spark teuer, erleichtert die präzise Steuerung aber ungemein. Wer in seiner Freizeit aber auch schon ohne Drohne viel fotografiert und seine Fotos auch gerne nachbearbeitet, sollte den Mavic in Erwägung ziehen.

DJI Spark

 

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