Tipps zur Video-Nachbearbeitung

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Einer der wichtigsten Schritte für ein gutes Drohnen-Video ist die Nachbearbeitung am Computer. Kaum eines der wirklich gut gelungenen Video auf Vimeo oder YouTube sind einfach so aus der Kamera eines Multicopters gekommen. Zum Glück muss man nicht stundenlang Nachbearbeiten für ein zufriedenstellendes Ergebnis. Wer sich auf ein paar wesentliche Aspekte konzentriert, kann mit wenig Aufwand viel erreichen:

Auswahl der Dateigrösse:

Ich filme oft in 4K Auflösung, obwohl ich letztendlich das Video immer nur in HD Auflösung exportiere. Warum? Ich schätze es, die Flexibilität zu haben, die Aufnahmen noch zuzuschneiden ohne grosse Qualitätsverluste. Runterskalieren kann ich immer, der einzige Nachteil von Aufnahmen in 4K ist also, dass die Files sehr gross werden. Da ich aber kaum stundenlang filme, ist das selten ein Problem.

Auswahl der Musik:

Video ohne Sound finde ich persönlich wenig ansprechend. Ein fertiges Video zu vertonen und die passende Musik rauszusuchen kann aber sehr mühsam werden, weil die Übergänge und Geschwindigkeit von Audio und Bild letztendlich zusammenpassen soll, ich aber nur letztes beeinflussen kann. Mein Tipp ist also, schon am Anfang Musik vorsortieren und beim Schneiden des Videos auf die Übergänge in der Musik anpassen. Ist leichter als andersherum!

Gute Quellen für lizenzfreie Audioschnipsel sind beispielsweise Jamendo.com, ccmixter.org und freesound.org.

Auswahl der Szenen

Nicht ist langweiliger als eine langatmige Aufnahme ohne Schnitt. Auch wenn die Landschaft noch so schön ist – irgendwann hat man es gesehen. Vorsicht also mit langen Flugszenen ohne Perspektivenwechsel. Je nach persönlichen Stil und Aufnahme kann man im Flug selbst variieren, auch mal die Kamera drehen oder rückwärts aus einer Perspektive wegfliegen, oder man baut grosszügig Schnitte ein. Ausserdem gilt: im Zweifelsfalls lieber mehrere kürzere Videos als ein sehr langes. Die meisten Zuschauer klicken spätestens nach 1-2 Minuten weiter zum nächsten Video.

Anpassung der Einstellungen:

Zu den kleinen Anpassungen mit viel Effekt gehören: Korrektur der Linsenverzerrung der Kamera. Viele Multicopter haben eine eher weinwinklige Kamera, die zu einer Verzerrung führen kann. Ein gebogener Horizont und schräg wachsende Bäume sind sichtbare Schönheitsfehler im Video, die sich zumeist mit wenig Aufwand beheben lassen. In einer guten Editiersoftware können die gängigen Objektive oft schon ausgewählt werden und die Software macht den Rest.

Ich wähle dann aus dem Rohmaterial Szenen aus, die nicht nur guten Inhalt zeigen, sondern auch frei von Wischeffekten oder unsanften Flugmanövern sind – wenn ich beispielsweise die Drohne bzw. die Kamera zu schnell gedreht habe. Wichtig ist dabei auch, dass die einzelnen Szenen ungefähr in Helligkeit und Farbtemperatur zusammen passen. Dazu versuche ich mit der Anpassung der Farbkorrektur alles „auf ein Level“ zu bringen, so das die Unterschiede abgeschwächt werden. Noch ein bisschen an der Sättigung schrauben, das Audio darunter legen und das File exportieren.

Natürlich kann man noch VIEL mehr machen – aber für den Einstieg lässt sich mit diesen Schritten schon einiges rausholen.

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